Immer wieder finden wir
Richard Wagner im Umfeld von Geisteskrankheit und Wahn. Über Karl Junker (1850 –
1912) schrieb Hartmut Kraft: „Es stellte ich heraus, dass Junker ein vollkommenes
Wahnsystem hatte.“ Wie dies beschaffen war, soll hier nicht weiter
interessieren. Junker war wie einige andere ein begnadeter Künstler, der aber eigentlich
in die Psychiatrie gehörte. Über sich selbst und seine Kunstwerke sagte er: „Ich
werde einen neuen Stil finden; man wird mich vielleicht nicht gleich verstehen;
es wird mir ergehen wie Richard Wagner und seiner Musik; aber später, nach
fünfzig, vielleicht erst nach hundert Jahren wird man erkennen, was ich war.“
Wagner musste nicht solange warten. Junker wartet immer noch...
(vgl. Hartmut Kraft:
Grenzgänger zwischen Kunst und Psychiatrie. Köln. Dumont. 1986. S. 37 – 39)
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