Einige französische Autoren des 20. Jahrhunderts kamen
aus gutbürgerlichen Verhältnissen, wo Wagner durchaus präsent war. Auch bei
François Mauriac. In seinen Mémoires intérieurs
erzählt er von seiner Mutter, einer Sängerin, die gerne das „Lied vom
Abendstern“ im Familienkreis gesungen hat. Allerdings war Wagner für ihn keiner
reiner Musiker mehr wie Mozart. Wagner war eben auch Theoretiker und Philosoph,
was für Mauriac nicht positiv war. Im übrigen stand Wagner, wie alle Musik der
Romantiker, für ihn in Verbindung mit der Nacht. Bei ihm herrsche die Finsternis,
wenn auch nicht in allen Werken. ‚Aber in den Tristan ist das Schweigen der Nächte von Venedig, wo er komponiert
wurde, eingegangen.’
(Vgl. F. Mauriac: Mémoires
intérieurs. Paris 1959. S. 42f., 79)
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