Charles Borach traf sich 1917
des Öfteren mit James Joyce in Zürich und plauderte mit ihm über Gott und die
Welt. Dabei kam die Rede auch auf Wagner: Es gebe in der Weltliteratur kaum
mehr als zwölf Urthemata, sagte Joyce, und sehr viele Kombinationen derselben. ‚Tristan
und Isolde’ sei ein solches Urthema. „Wagner hat es immer abgewandelt, oft
unbewusst, im Lohengrin, im Tannhäuser, und als er vermeinte, etwas
ganz Neues zu behandeln, schrieb er den Parsifal.
Eintrag vom 15. Nov. 1917
Zit. nach Das James Joyce Lesebuch. Zürich 1979. S. 234