Wilhelm Steinitz (1836 – 1900) war, so sagen einige Kenner, der
berühmteste Schachspieler. Beim Spiel summte er Wagner-Melodien, denn er
verehrte den Meister. Der spanische Romancier Arturo Pérez-Reverte (*1951) erwähnt dies
in seinem Roman „Das Geheimnis der schwarzen Dame“ („La tabla de Flandes“,
1990). Er schreibt weiter über Steinitz: „Mit sechzig Jahren behauptete er, in
direkter Verbindung mit Gott zu stehen, er könne Gott sogar im Schach schlagen,
sagte er, selbst wenn er Gott als Vorteil einen Bauern und die weißen Figuren
einräumte.“ Steinitz starb in einem New Yorker Irrenhaus. Ob man von ihm auf andere Wagnerianer
schließen kann?
vgl. A. Pérez-Reverte: Das
Geheimnis... rororo TB. 1994. S. 191f.
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