Kann man Städte danach
einteilen, wie man dort mit Wagner umgeht? Claudio Magris schreibt: „Auch im
Musikleben nimmt Triest eine Sonderstellung ein: So wird zum Beispiel Richard
Wagner hier weniger übersteigert, dafür aber mit mehr Sachverstand aufgenommen,
als dies sonst beim italienischen Publikum der Fall ist.“ In seinem Buch über
Triest (Co-Autor: Angelo Ara) taucht Wagner ein zweites Mal auf. Hier zitiert
er Augusto Hermet der das „Bedürfnis“ proklamiert habe, „uns von der Schwere
und Schwüle zu befreien, die uns im Blut liegt, durch die Milch unserer alten
Ammen: Ibsen und Wagner, Baudelaire und Nietzsche, Poe und Dostojewski“. Von
hier aus könnte man untersuchen, wo und von wem Wagner mit den Begriffen „Schwere
und Schwüle“ in Verbindung gebracht wird.
(Vgl. Claudio Magris, Angelo
Ara: Triest. Eine literarische Hauptstadt in Mitteleuropa. Aus dem
Italienischen von Ragni Maria Gschwand. München. DTV. 2005. S. 62 + 163)
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