William Faulkner machte im Sommer 1925 eine Europareise. In Paris wohnte er einige Tage in einem Hotel in der Nähe des Jardin du Luxembourg. Dort lauschte er gerne den Militärorchestern. Am 22. September schrieb er in einem Brief an seine Mutter: "Und gute Musik lieben die Leute hier wirklich. Die Kapelle spielt Massenet und Chopin und Berlioz und Wagner, und alle Kinder sind still und lauschen..." Taxifahrer, Arbeiter und viele andere hören ebenfalls zu. Was sagt uns das: 1. In Paris durfte wieder öffentlich Wagner gespielt werden, was während des 1. Weltkriegs verboten war, sogar von Militärorchestern. 2. Wagner ist für Faulkner gute Musik.
(vgl. W. Faulkner: Briefe. Ausgewählt und aus dem Amerikanischen übersetzt von Elisabeth Schnack. Zürich. Diogenes. 1980. S. 39)
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