Claire Goll berichtet in ihren Memoiren Ich verzeihe keinem zuerst von ihrem
Elternhaus. Ihre Mutter war ganz der Kultur zugetan. „Sie erachtete ihren Mann,
der sich als Geschäftemacher mit Zinn und Hopfen die Hände besudelte.“ Er war
von der Kultur ausgeschlossen und gab zu, „man könne in seinem Beisein weder
Wagner hören noch einer Militärparade zuschauen.“ In der Oper sei er einmal
eingeschlafen. In einer Wagneroper? Das wird nicht präzisiert. Claire bekam
später einen persönlichen Musiklehrer, welcher behauptete, Wagner habe nur
Melodramen geschrieben, aber keine Musik. Claire bekam dann noch eine eigene
Gesangslehrerin, „die selbst noch unter Wagners Leitung gesungen habe“.
Gemeinsam sangen sie Lieder von Schubert, Schumann, Brahms und Hugo Wolf.
Wagner wird hier nicht genannt. Auch ansonsten wird Wagner in diesem Buch nicht mehr erwähnt...
(vgl. Claire Goll: Ich verzeihe keinem. Berlin.
Rütten & Loening. 1987. S. 14, 19f.)
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