Peter Ustinov berichtet, dass sein Großvater, wenn in der Sankt Petersburger Wagner gespielt wurde, mit einer Thermoskanne mit Kaffe und einigen Sandwiches sich in seine Loge. Er schloss die Vorhänge und schlief fünf Stunden lang sehr entspannt. Seinem Enkel geht es ähnlich: er schläft bei Wagner ein. Gleichwohl unterstützt er seinen Freund Daniel Barenboim, der es gewagt hat, in Israel Wagner zu spielen. Für Ustinov ist Wagners Musik keineswegs faschistisch. Er döst halt einfach bei dieser Musik. Er wisse selber nicht warum.
(Vgl. Peter Ustinov: Achtung! Vorurteile. Hamburg. Hoffmann und Campe. 2003. S. 242 - 245)
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