Von
den alten Büchern über die indonesischen Inseln sind einige noch heute
lesenswert. Erwähnen möchte ich Max Dauthendey, der 1918 auf Java gestorben
ist. Der in Würzburg 1867 geborene Autor befand sich damals auf einer Weltreise
und durfte nach Ausbruch des I. Weltkriegs die Insel nicht mehr verlassen.
Seine Tagebücher über diesen erzwungenen Aufenthalt sind lesenswert, auch weil
er viel Verständnis für die Javaner zum Ausdruck bringt. Im Oktober 1915 reiste
er nach Solo, um die Hochzeitsfeierlichkeiten des dortigen Sultans zu erleben.
Verwundert berichtet Dauthendey über die Deutschfreundlichkeit dieses
Herrschers: „Der Sultan hat auch ein Orchester, das europäische Instrumente
spielt, und er lässt sogar Wagner spielen. Dieser deutschfreundliche Javakaiser
gefällt mir.“ (M. Dauthendey: Erlebisse auf Java. München. 1924. S. 23)
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